Stadtrat folgt CDU Antrag und fordert Erarbeitung eines Tourismuskonzeptes


Im nun größeren Quedlinburg sind innovative Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsfaktors Tourismus zur Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen notwendig. Eine weitere Erhöhung der Übernachtungszahlen sowie der Verweildauer führen zu Muliplikatoreffekten in anderen Bereichen, wie Einzelhandel oder Dienstleistungbranche. Daher kann das bestehende  Konzept aus dem Jahre 1996 nur als verstaubt und veraltet angesehen werden!  Internetmarketing wie das web 2.0 war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren und ist mittlerweile so allumfassend, dass die dadurch existierenden Möglichkeiten der Vermarktung unserer historischen Kernstadt sowie der neuen Ortsteile unbedingt genutzt werden müssen. Denn der Wettbewerb touristischer Destinationen wird immer stärker. Umfragen in der Stadt zeigen, dass das Durchschnittsalter der Touristen sehr hoch ist. Wollen wir weitere Zielgruppen, beispielsweise Familien,  vermehrt als Urlaubsgäste in unserer Stadt begrüßen müssen weitere Themen entwickelt werden. Neue, attraktive Angebote müssen her, auch in Zusammenarbeit mit unseren Nachbarstädten! Die hervorragende Einführung des Qualitätssiegels durch die Initiative des Fremdenverkehrsvereins muss ebenso in einem neuen Konzept Beachtung finden wie die Einführung des HATIX und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten der Vermarktung. Man muss in der Stadt festlegen, wohin es gehen soll, Ideen aufgreifen und nicht ständig und allein aufzeigen, was nicht geht. Ebenso sind Diskussionen über Strukturänderungen der Vermarktung der Stadt und Betreuung der Touristen zuzulassen. Hier ist eine diesbezügliche Neuorganisation in der Stadt längst überfällig. Deswegen wird sich der Stadtrat auf Antrag der CDU Fraktion mit der Überarbeitung des bestehenden Tourismuskonzeptes unter Einbeziehung aller interessierten Bürger beschäftigen. Hierbei ist uns jeder Hinweis willkommen!

Haushalt der Stadt Quedlinburg beschlossen
 


Der erste Haushalt der neuen Einheitsgemeinde Quedlinburg wurde mit den Stimmen der CDU Fraktion beschlossen, nachdem ein CDU Änderungsantrag im Stadtrat die Mehrheit fand.  So wird die Kleersgrundschule für einen wichtigen  Werken- Gestaltungsraum 25.000 Euro bereits aus dem jetzt beschlossenen Haushalt erhalten. Somit ist es möglich, rasch die Lernbedingungen für die Grundschüler  zu verbessern.

Als vorletzte Kommune im Harzkreis kann nun auch Quedlinburg die kommenden finanziellen Aufgaben angehen, auch wenn sich der Schuldenberg weiter vergrößert.
Aber wichtige Investitionen müssen realisiert werden, einige Konjunkturprogramme müssen bedient werden.

Auch die erhebliche Schwierigkeiten bei der Zusammenführung der Verwaltungen waren anzuerkennen . So wurden viele wichtige Unterlagen aus den neuen Ortsteilen durch die Ortsbürgermeister Rößling, Sauer und Kunze viel zu spät dem Quedlinburger Rathaus für eine Bearbeitung zur Verfügung gestellt.

Und es wurde ein erster Vorteil der Eingemeindungen von Rieder, Gernrode sowie Bad Suderode deutlich, so gibt es knapp 1,2 Mio € mehr an Landeszuweisungen. Diese Geld wird auch dringend benötigt!

Abzuwarten bleibt der Umgang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode. Diese finanzielle Belastung von ca. 1 Mio € pro Jahr ist einer Stadt wie Quedlinburg nicht zumutbar.

Zeugnisnote Personalentwicklungskonzept für OB Brecht: ungenügend

 

Mit dieser Bewertung lehnte der Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag das von Oberbürgermeister Brecht vorgelegte Personalentwicklungskonzept für die Quedlinburger Stadtverwaltung ab.
Wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion Hardy Seidel in seinen Anmerkungen feststellte, handelte es sich bei dem vorgelegten Papier lediglich um eine Bestandsaufnahme der Beschäftigtenentwicklung. Aufgabenveränderungen, demografische Entwicklung, Finanzausstattung, volkswirtschaftliche Rahmendaten und die gesamtstädtische Entwicklung wurden nicht oder nur sehr unzureichend betrachtet. Eigenartigerweise führt eine steigende Technisierung in der Quedlinburger Kernverwaltung nicht zu einem Personalabbau sondern eher zu einem Personalaufwuchs.
Ebenso bemängelte die CDU-Fraktion, dass die Personalkostenentwicklung in keinem Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung steht. Hierdurch steigen die Belastungen, die jedem Bürger unserer Stadt auf Grund der verfehlten Personalpolitik Brechts zugemutet werden.

 

Auch dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel wurde nicht durch ein schlüssiges internes Weiterbildungskonzept entgegengewirkt. Fehlende Entwicklungschancen gerade für jüngere Mitarbeiter wirken demotivierend und fördern die Abwanderung. Schwierigkeiten bei der Neubesetzung von Stellen im letzten Jahr haben diesen Fakt in aller Deutlichkeit hervortreten lassen.
Bleibt zu hoffen, dass OB Brecht und die Pesonalabteilung endlich einer ihrer wichtigsten Arbeitsaufgabe, der Verwaltungsleitung, nachkommen und die seit Jahren von der CDU-Fraktion offengelegten Mängel abstellen.

CDU fordert neues Tourismuskonzept

Die Touristen Quedlinburgs tragen, insbesondere wenn sie hier übernachten, einen großen Anteil an einer auskömmlichen finanziellen Situation vieler Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe. Ca. 1000 Arbeitsplätze werden durch den Tourismus unmittel- bzw. mittelbar gesichert. Deswegen kann es nur gut sein, den Übernachtungsgästen unserer Stadt das bestmögliche Angebot zu unterbreiten. Nach Auffassung der CDU Fraktion gehört das Harzer Verkehrsticket (Hatix) unbedingt dazu. Es ermöglicht dem Kurtaxe zahlenden Gast die kostenlose Benutzung des ÖPNV im Landkreis Harz, insbesondere der Buslinien. Durch einen CDU Fraktionsantrag kam nun nach monatelangen Stillstand endlich der Durchbruch. Oberbürgermeister Brecht sowie der “vermeintliche Tourismusexperte” der Stadt, der Geschäftsführer der Quedlinburger Tourismus GmbH  Thomas Bracht, gaben ihren Widerstand auf und folgten nicht nur der Forderung der Stadträte sondern auch der Empfehlung des Fremdenverkehrsvereins, einen besseren Gegenwert zur Kurtaxe zu realisieren. Der Stadtrat beschloss die Teilnahme Quedlinburgs am Hatix ab 1.1.2012, die neuen Ortsteile folgen ein halbes Jahr später. In diesem Zusammenhang fordert die CDU Fraktion ein neues Tourismuskonzept. Das bestehende ist 15 Jahre alt und stammt aus dem Jahr 1996. Nun soll der Tourismusausschuss über das neue Konzept auch mit dem Fremdenverkehrsverein beraten und den Stadträten vorlegen. Man darf gespannt sein, wann es der Ausschussvorsitzende schafft, dieses Thema auf die Tagesordnung zu nehmen. 

Hatix und mehr

Die CDU Fraktion drängt auf die Einführung des Harzer Ticket Hatix, um unseren Touristen das kostenlose Busfahren zu ermöglichen. Wie weit andere Tourismushochburgen wie Brixen in Südtirol/ Norditalien bei diesem Thema bereits sind und welchen Erfolg man damit hat zeigt nebenstehender Artikel. Wollen wir hoffen, auch über Quedlinburg bald solche positiven Nachrichten zu lesen!

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